Entdeckt
JuliaPostundLola
Mittwoch, 17. Mai 2017, 00:00 Uhr

coffee to go again

besser machen statt besser wissen

Seit über einem Jahr begleiten wir die Studentin Julia Post, die sich gegen Einweg-Kaffeebecher und generell für Müllvermeidung einsetzt. Jetzt hat sie ihr erstes Buch geschrieben und ist ab 9 Uhr bei Moderatorin Lola zu Gast.

Im April 2016 wurden wir erstmals auf das Projekt "Coffee To Go Again" aufmerksam. Wir haben Julia Post damals eingeladen, uns über ihr Aufklebersystem zu berichten, das Konsumenten eines Cafés, einer Bäckerei oder einer sonstigen Verkaufsstelle, an der man einen Kaffee zum Mitnehmen bekommen kann, signalisiert: Du kannst hier deinen eigenen mitgebrachten Becher auffüllen, anstatt dir einen Einwegbecher geben zu lassen.

Pressefoto JuliaPost
Credits: Andreas Gregor

Damals hatten bereits über 200 Cafés deutschlandweit an diesem Projekt teilgenommen, davon 50 in München, der Heimatstadt von Julia Post. Das Projekt, bei dem die Politikstudentin den teilnehmenden Cafés ihre Aufkleber zuschickte, die Cafés wiederum in ihr Register aufnahm und über ihre Kanäle promotete, nahm bald Ausmaße an, die Julia ehrenamtlich nicht mehr stemmen konnte. Durch Crowdfunding und ein immer größer werdendes Netzwerk setzte sie sich weiter für die Müllvermeidung ein und hat jetzt gerade ihr erstes Buch veröffentlicht.

Es geht nicht nur um den Kaffeebecher. Dieser ist aber zu einem Symbol für unseren Lebensstil geworden, wie wir leben, wie wir wirtschaften und ich bin durch dieses Projekt Coffee To Go Again letztendlich zu einem Experten für Nachhaltigkeit geworden. Einfach durch's Machen.
Julia Post (Politikstudentin, Initiatorin Coffee To Go Again)


Auch wenn mit Coffee To Go Again alles begann, in dem Buch "Besser machen statt besser wissen" geht es um weit mehr. Zum Beispiel darum, wie man anfangen kann, wenn man als einzelner Mensch vor diesem Riesenberg "Umwelt retten" steht. Es geht um ein einzelnes Projekt, das dann über sich hinaus wächst und ein Bewusstsein in der Gesellschaft schafft. Mithilfe von Experteninterviews beschreibt sie, welche Auswirkungen der Konsum von Einwegbechern auf Meere und Wälder hat, aber sie beschreibt auch, wie man in seinem oftmals sowieso schon überfordernden Alltag noch das Thema Umweltschutz integrieren kann. Es werden Tipps gegeben, die gleichzeitig nicht verurteilen, wenn man sie nicht perfekt umsetzt. Damit ermutigt es, überhaupt etwas zu tun und zuletzt gibt Julia ein paar Ratschläge, die ihr gebrauchen könnt, wenn ihr selbst eine Idee für ein Projekt habt und diese umsetzen wollt.

Es ist ein saugeiles Gefühl, wenn man merkt, dass man durch so ein Projekt wirklich eine Debatte losgetreten hat. Und ich möchte allen Mut machen, eure Ideen, die ihr bestimmt auch alle habt, umzusetzen.Julia Post (Politikstudentin, Initiatorin Coffee To Go Again)
 
Über 400 Cafés sind es heute deutschland- und österreichweit, die ihren Kunden anbieten ihren Mehrwegbecher auffüllen zu lassen. Außerdem gibt Julia mittlerweile Workshops, hält Vorträge zum Thema Nachhaltigkeit und hat jetzt eben ihr Buch veröffentlicht. Ab 9 Uhr habt ihr bei Moderatorin Lola die Chance ein paar Exemplare zu ergattern.

Wo ihr das Projekt unterstützen könnt und wo ihr in eurer Nähe euren Mehrwegbecher auffüllen lassen könnt, seht ihr hier:



Über ihre neuesten Aktivitäten hält sie euch auf ihrer Homepage, auf Facebook, Instagram oder auf Twitter auf dem neuesten Stand. Ihr habt selbst eine Idee oder generell Fragen zu ihrem Projekt? Dann könnt ihr Julia Post auch gerne via Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kontaktieren.