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Dienstag, 29. August 2017, 14:00 Uhr

Neurales Netzwerk schreibt Game of Thrones-Story weiter

Wer braucht schon George R. R. Martin

Die letzte Folge, der siebten Staffel von Game of Thrones ist erschienen und lässt viele Fans zurück in die Zeit des Wartens. Doch wie steht es eigentlich um die Bücherreihe, die als Quelle zur Serie dient?

Die letzte Folge von Staffel sieben, der Fernsehserie Game of Thrones ist gelaufen. Ihr befindet euch in einem tiefen Loch und wisst nichts mehr mit eurem Leben anzufangen. Auch die Bücherreihe A Song of Ice and Fire von George R. R. Martin, auf der die Serie basiert, habt ihr schon durchgeschmökert und seit 2011 wartet ihr ungeduldig auf Band elf. Was nun?

Tatsache: Mittlerweile sechs Jahre ist es her, dass der Schreiber der erfolgreichen Bücherreihe sein letztes Buch dazu veröffentlicht hat. Eine Weiterführung mit dem Namen Winds of Winter wurde zwar vor einigen Jahren für den Dezember 2015 angekündigt, doch daraus wurde nichts. Fans waren enttäuscht und der Termin wurde wieder verworfen und immer wieder nach hinten verschoben. Jetzt schreiben wir das Jahr 2017 und immer noch können Bücherwürmer nur hoffen.

Verständlich, dass die Community sich im Stich gelassen und enttäuscht fühlt, denn mittlerweile hat die Fernsehserie sogar das Buch in Bezug auf die Story überholt und lässt George R. R. Martin hinterher hinken. Auch Software-Engineer Zack Thoutt ist großer Fan der Bücherreihe und war das Warten leid und hat interveniert: Er hat eine künstliche Intelligenz programmiert, die das Schreiben der Fortsetzung übernommen und eigenständig die ersten fünf Kapitel von Winds of Winter geschrieben hat.
Natürlich handelt es sich hierbei nur um einen Gag und nicht um eine tatsächliche Fortsetzung.

Das neurale Netzwerk, wie der Entwickler es nennt, ist im Stande, Handlungen zu generieren. Zusätzlich kann es sich bereits eingetretene Geschehnisse merken und sie lässt sie nicht mehr geschehen. Dazu musste Thoutt zunächst das Programm mit den ersten zehn Bände füttern und dann verarbeiten lassen. Mit den ihm gegebenen Informationen versuchte das System dann, ausgehend von viel Tüftelei in Form von Programmierung im Vorfeld, eine Fortsetzung der Story zu schreiben. Das Resultat ist durchaus witzig zu lesen, doch natürlich kann es keinen echten Roman von George R. R. Martin ersetzen. Oft kommen in der neuen Geschichte Personen vor, die mittlerweile schon gestorben sind und auch bezogen auf die Grammatik und den Satzbau struggelt das Programm. Trotz allem ein unterhaltender Zeitvertreib, bis dann endlich mal die offizielle Fortsetzung erscheint. Geschrieben von einem echten und keinem künstlichen Gehirn.

Hier könnt ihr die ersten Kapitel lesen.


Titelbildquelle: flickr | twipzdeeauxilia | cc by-sa 2.0